Stadtpfarrkirche – Kirchengeschichte

Die Stadtpfarrkirche St. Martin und Maria hat eine lange Geschichte: Vor fast 1.000 Jahren, um 1100 herum, wurde der Grundstein einer romanischen Kirche gelegt. Diese wurde zwischen 1320 und 1370 durch eine gotische, dreischiffige Basilika ersetzt. Die an den Chor angrenzenden Kapellen und dessen Einwölbung stammen aus dem 15. Jahrhundert. Auf den vier Schlusssteinen sind die beiden Kirchenheiligen zu sehen. Der Biber-Schlussstein wird im Biberacher Museum ausgestellt.
Bauherrin der Stadtpfarrkirche war die eigens dafür eingerichtete Stiftung Gemeinschaftliche Kirchenpflege. Diese unterstand in Zeiten der Freien Reichsstadt dem Magistrat, einem Verwaltungsrat der freien Reichsstadt Biberach, der innerhalb seines Territoriums für die Ausübung des religiösen Lebens mit verantwortlich war. Die Verantwortung des Magistrats blieb bis zum Verlust der Reichsfreiheit bestehen. In verschiedenen Verträgen, die die Rechtsform der Kirchenpflege und Kirchengemeinden in der jeweiligen Zeit regelten, wurde das Eigentumsrecht der Gemeinschaftlichen Kirchenpflege an der Stadtpfarrkirche St. Martin mit dem dazugehörigen Kirchplatz und ihre Eigenschaft als Rechtsperson nie in Frage gestellt. Eigentümerin der Stadtpfarrkirche ist nach dem Grundbuch die Gemeinschaftliche Kirchenpflege Biberach.

Brand des Stadtpfarrkirche Biberach
Immer wieder wurde die Stadtpfarrkirche massiv beschädigt. So gipfelte die Reformation in Biberach 1531 in einem Bildersturm, bei dem auch der Hochaltar mit Tafeln von Martin Schongauer zerstört wurde. 1584 und 1775 verursachten Blitzschläge schwere Schäden.
1746 wurde die gotische Kirche im Innern weitgehend barockisiert und erhielt Rundbogenfenster. Die eindrucksvollen Deckengemälde im Stil des Rokoko haben im Kirchenschiff Themen, die für beide Konfessionen tragbar waren, im Chor dagegen – ausschließlich von den Katholiken genutzt – herrscht ein römisch-katholisches Bildprogramm.
Eine grundlegende Innen- und Außensanierung der Kirche meisterten beide Konfessionen gemeinsam ab 1964, als die neue Raiserorgel samt Orgelempore sowie eine Elektro-Heizung eingebaut wurden und man auch das Dach erneuerte. Nachdem im Jahr 1986 die Kirche, die bis dahin grau war, von außen weiß gestrichen wurde, folgte drei Jahre später der Anstrich im Inneren. Damals wurden auch alle Fresken und Altäre gründlich gereinigt und der Kirchenraum mit einer neuen Farbigkeit gestaltet.
Im Jahr 2001 wurde dann ein neuer Ambo angeschafft und zwei Jahre später die Hauptorgel saniert.

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