Gotisch sein – Barocker Schein
10. Mai 2026Â 14 bis 15.30 h
Die Stadtpfarrkirche St. Martinus und Maria prägt als markantes Wahrzeichen die Silhouette von Biberach. Die ursprünglich gotische Kirche wurde im Laufe ihrer Geschichte grundlegend verändert und künstlerisch überformt.
Nach einem Blitzschlag und dem teilweisen Einsturz des gotischen Turms im Jahr 1584 wurde der Turm in anderem Stil neu erbaut. Die Umgestaltung des Innenraums erfolgte 1746: Die gotische Kirche wurde weitgehend barockisiert. Den Deckenabschluss bildete bis dahin eine gebrochene Tonne mit sichtbarer Dachbundkonstruktion. Bei der Barockisierung wurde die bis heute sichtbare Flachdecke eingezogen. Hierauf ist das Deckengemälde des Malers Johannes Zick aufgebracht. Es zeigt die Heilsgeschichte Jesu von der Geburt bis zur Himmelfahrt und prägt den Raumeindruck maßgeblich.
Das Kircheninnere einschließlich des Chors wurde im Stil des Rokoko ausgestaltet. Der Chor erhielt eine reiche, teils vergoldete Ausschmückung.
So vereint St. Martin gotische Substanz mit barocker und rokokozeitlicher Pracht und bildet ein zentrales kunst- und stadtgeschichtliches Monument Biberachs.
Die Führung, organisiert von Tourismus Biberach, zeigt die „Schnittstellen“ der Umgestaltung und erklärt das Bauwerk hinter der Fassade. Der Vorstand des Fördervereins Bauhütte Simultaneum Bernd Otto freut sich auf Ihre Teilnahme!