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Gospelkonzert zugunsten Bauhütte  

Herrlich ergreifend: 60 Gospelfriends erfüllten Stadtpfarrkirche mit Spirituals

17. Februar 2019


Innensanierung geschafft

„Wo die Sprache aufhört fängt die Musik an.“ Mit diesen einleitenden Worten von E.T.A. Hoffmann begrüßten die Chorleiterin Frau Maike Biffar und die Biberacher Gospelfriends die Besucher in der fast gefüllten Stadtpfarrkirche Sankt Martin zum diesjährigen Benefizkonzert zugunsten des Simultaneums / Bauhütte.

Schon beim Einzug in die Kirche nahmen die Sängerinnen und Sänger mit einem der ersten Sklavenlieder „Jacobs ladder“ den Kontakt zu den Besuchern auf, die sich während des ganzen Konzertes immer wieder durch kräftigen Applaus einbrachten. Nach der Begrüßung durch Uli Heinkele von der Bauhütte erklang das mitreißende „Sing to the Lord“ als Beispiel für ein Spiritual, das in seiner fröhlichen Frömmigkeit berührt und begeistert.

 

Wie sehr Gospels und Spirituals im Kern Freiheitslieder sind, demonstrierte der Chor mit „Oh freedom“, „Jericho“ und dem melancholischen „Sometimes I feel like a motherless child“, in dem der Schmerz und die Verzweiflung über die Trennung von der Mutter ausgesprochen wird. Oft wurden die Kinder der Sklaven systematisch von ihren Müttern getrennt oder verkauft und wurden zum „motherless child“.

 

Zwischen den Lied-Blöcken erklärte die Dirigentin Maike Biffar jeweils die Entstehungsgeschichte der Gospels und ihre doppelbödige Bedeutung, waren doch die meisten Gospeltexte verschlüsselte Informationen und Appelle. Für die Sklaven war also Musik nicht nur Ausdruck ihrer Situation, sondern diente auch als versteckte Informationsweitergabe. Ein starkes Beispiel dafür ist „Steal away“, eine Aufforderung, sich wegzustehlen, oder „Go down Moses“, in dem die Schwarzen geheime Botschaften für die Flucht und den Wunsch nach Freiheit verbargen. Dieser Gospel wurde gemeinsam mit dem Publikum gesungen, das ganz entschieden „let my people go“ forderte.

Doch nicht nur reine Gospels und Spirituals wurden angestimmt, sondern auch zwei Lieder aus dem jüdischen Glaubensbereich: El haderech und Adonai. Den Abschluss bildeten modernere Musikstücke wie das melodisch ruhig und intensiv vorgetragene „In the Fold“ von Antonin Dvorak aus der Sinfonie „Aus der neuen Welt“. Mit dem irischen Traditional „Irish blessing“ endete ein harmonisches, stimmungsvolles Konzert, in dem alle beteiligten 65 Sängerinnen und Sänger auch ihre Freude an den Spirituals und Gospels zum Ausdruck brachten.

In den Dankesworten zeigte sich Hans Beck beeindruckt von den interessanten und immer wieder erschütternden Informationen über das Schicksal der Sklaven und die Entstehung der Spirituals. Mit Sonderapplaus bedankte sich das Publikum für die Ausführungen von Maike Biffar und Hans Beck wies darauf hin, dass nun das Lied der schwäbischen Eisenbahn in dem Gospel „Git on board“ Einzug gefunden habe. Grundsätzlich gehörten Gospels in den Gottesdienst, betonte Hans Beck und verknüpfte dies mit der Hoffnung, die Kirchenbänke in normalen Gottesdiensten ebenso zu füllen wie an diesem Sonntagnachmittag.

Mit den Zugaben „You raise me up“ und „All night, all day“ wurden die Biberacher Gospelfriends mit viel Applaus für ein wunderbares Konzert verabschiedet – welches sich auch in einer beträchtlichen Spende für die Kirche ausdrückte: 2.500 Euro flossen an diesem unvergesslichen Abend in die Spendenkasse des Fördervereins.

 

 


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