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Warm um Herz und Beine

25 Schau-Lustige bekamen Anfang März ein erstes Gefühl von St. Martins neuem Mantel

März 2018


Schaustelle

Fotografie: © Frank Mosthof 2018


Ein Blick hinter die Kulisse, ein Gang durch die historischste Baustelle Biberachs und das gute Gefühl von Wärme — auch die zweite Baustellen-Führung in der Stadtpfarrkirche St. Martin kam bei Besuchern und Interessenten sehr gut an. So führten Architekt Siegfried Locher, Pfarrer Ulrich Heinzelmann und Bauhütten-Vorstand Hans Beck Anfang März die 25 Schaulustigen durch den ersten Bauabschnitt und gaben dabei auch einen detaillierten Einblick in den Ablauf der zweiten Bauphase.

 

In diesem geht es, könnte man meinen, dann an das Herzstück der Kirche. „Der Altar, der Chorraum, der Hochaltar und das Chorgestühl sind besonders kostbar“, so Pfarrer Heinzelmann. „Aber Sie können sicher sein: Alle Beteiligten sind sehr sensibel gegenüber den kunstgeschichtlichen und liturgischen Schätzen, auf die man hier trifft.“ Sowieso werde die Fußbodentemperierung nicht unter dem Hochaltar verlegt, sondern nur bis an die erste Stufe. „Daher bleibt der Hochaltar unberührt – nur bestens abgedeckt und geschützt vor Staub und Dreck.“

 

Dass die Temperierung, die im hinteren Kirchenteil bereits seit zweieinhalb Monaten provisorisch in Betrieb ist, nicht nur die wertvollen Fresken sowie Gemäuer schützt und die Luftfeuchtigkeit gut reguliert werden kann, sondern auch allen Gästen den Besuch versüßt, spürten die Teilnehmer am eigenen Leibe. Bisher herrschten gerade in den Wintermonaten Temperaturen um die null Grad. Dank der bis jetzt verlegten Flächen erreicht man nun acht bis zwölf Grad.

  

Wenn am 12. März die Baustelle von hinten nach vorne gerückt wird, geht das einher mit einem aufwendigen Abbau der Einhausung. Im gleichen Zuge wird der hintere Kirchenbereich dann wieder so hergerichtet, dass er für alle Gottesdienste und Konzerte eine schöne und angemessene Atmosphäre bietet. „Bestuhlt wird dieser Bereich mit Blick in Richtung vom Hauptaltar“, erklärt Ulrich Heinzelmann. „Es wird an die 300 Sitzplätze geben. Die eingelagerten Bänke werden wieder eingebaut, vor der Bauwand wird ein provisorischer Altartisch und ein Ambo aufgestellt, rechts und links davon wird es eine lose Bestuhlung geben. Zudem wird ein Motiv des Hochaltars in Gestalt eines großen Fotos die Bauwand hinter dem Altar verzieren. Insgesamt wird so auch ein liturgisch passendes und unserer schönen Stadtpfarrkirche würdiges Ambiente entstehen“, sind sich die Verantwortlichen von Gemeinden, Förderverein und Architekturbüros sicher.

 

Die nächste Führung findet am Samstag, den 7. April 2018 statt, wie gehabt um 10 Uhr. Architekt Rolf Gurland und Bauhütten-Vize Uli Heinkele werden dann erstmals Einblick in den zweiten Bauabschnitt gewähren können. Bis dahin vermittelt auch die Fotodokumentation auf der Trennwand samt ihrer Gucklöcher einen guten Eindruck der Bauphase. Die Gestalter der Agentur „punkt.genau beraten“, die diese Trennwand kreiert haben, lassen neben den Fotografien von Frank Mosthof übrigens immer reichlich Platz — für noch mehr schöne Einträge und authentische Glaubensbekenntnisse.

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