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Umfassende Renovierungsarbeiten in Biberacher Stadtpfarrkirche ab Mai 2017

 

Trotz Bauarbeiten steht St. Martin für Gottesdienste und vielfältige Veranstaltungen zur Verfügung



 

Baukosten in Höhe von 3 Millionen Euro, viele Hundert Platten, kilometerlange Kabel, Staub und Krach: In einem Gotteshaus gibt es wahrlich schönere Momente als lärmende Baustellen. Dennoch sind die Vorstände der Stiftung gemeinschaftliche Kirchenpflege und des Fördervereins Bauhütte Simultaneum hocherfreut über den baldigen Beginn der Renovierungsarbeiten in der Stadtpfarrkirche St. Martin. Innerhalb von rund 16 Monaten soll ab Mai 2017 der Kirchenboden feinsäuberlich abgeschliffen, mit einer Temperierung ausgestattet und mit neuen Fliesen belegt werden. Das Schönste daran: Der Kirchenbetrieb geht weiter. Denn während in einer Hälfte gefräst, geschliffen und gefliest wird, erfreut die andere Hälfte mit Gebeten, Gesang und einem überraschend-erfrischenden Kultur- und Aktivitäten-Programm.

 

 „Der Vorlauf dieser Sanierung war gewaltig“, so Hans Beck. Der Vorsitzende des Fördervereins Bauhütte Simultaneum setzt sich mit seinen Mitgliedern seit über fünf Jahren dafür ein, Mittel für die Erneuerung der Kirche zu sammeln. Mit seiner Spendenakquise arbeitet der Verein einem weltweit einzigartigem Konstrukt zu: der „Stiftung Gemeinschaftliche Kirchenpflege“, die gleichberechtigt von Katholiken und Protestanten sowie der Stadt Biberach geführt wird. Diese öffentliche Stiftung, die über die Verwendung der Spendengelder entscheidet, hat ihren Ursprung im späten 12. Jahrhundert. Gegründet während der Bauzeit hatte sie zur Aufgabe, die Bauunterhaltung und Ausschmückung der Kirche sicherzustellen und als Bauherrin zu fungieren. Sie war damit sichtbares Zeichen der jahrhundertealten Tradition der süddeutschen Reichsstädte, durch bürgerschaftliches Engagement und Spendenbereitschaft die Bau- und Kunstwerke der Stadt tatkräftig zu fördern. Im Juni 2012 wurde dieses Ansinnen mit Anerkennung der Stiftung durch das Regierungspräsidium Tübingen und Eintrag in das Baden-Württembergische Stiftungsverzeichnis bekräftigt.

 

Die  Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Pfarrer Kaspar Baumgärtner, Dekan Hellger Koepff und Oberbürgermeister Norbert Zeidler freuen sich gemeinsam mit Hans Beck und seinem Stellvertreter Uli Heinkele darüber, dass es mit der Sanierung nun endlich sichtbar vorangeht. „Dank vieler Groß- und Kleinspender und so manchem „Wiederholungstäter“ haben wir bereits an die 600.000 Euro einsammeln dürfen“, zeigt sich Hans Beck zufrieden. „Die bisherigen Arbeiten – der Rückbau von 20.000 Metern Kabeln zu einem Preis von 400.000 Euro – hat man bisher aber weder sehen noch spüren können!“

 

Die nun anstehenden Arbeiten wird man dagegen nicht übersehen können – im Gegenteil: Dank eines zweigeteilten Gotteshauses, vielen Gottesdiensten und verschiedensten Veranstaltungen sowie einer Abtrennung mit Gucklöchern werden (und sollen) die Biberacher und ihre Besucher an der Erneuerung ihrer Kirche teilnehmen. Den Beginn machen alle Helfer, die am 23. Mai die Kirchenbänke aus Bauabschnitt 1 räumen und nach Mettenberg zum Einlagern bringen. Den Sommer über folgen Kooperationen mit Paradiesle und Hölzle, für den Herbst sind ein Thesenanschlag und ein gemeinsames Projekt mit den Filmefestspielen geplant. Wenn Ende Oktober der erste Teil des Kirchenbodens dann mit den Fliesen aus dem Altmühltal belegt wird und diese – angelehnt an das bisherige Muster – diagonal zur Hälfte leicht angeschliffen werden, gibt es ein Fest mit Weißwurst, bayrischem Bier und ebensolcher Musik. Und das ist nur der Anfang.

 

Am Ende der etwa 16-monatigen Bauzeit wird das Gotteshaus, die Stadtpfarrkirche St. Martin, mit einer Fußbodentemperierung ausgestattet sein, die eine permanente Temperatur von 8 bis 12 Grad gewährleistet. „Mit Blick auf den archäologischen Bestand unter der Kirche ist das die geeignetste Variante“, erklären die Architekten Siegfried Locher und Rolf Gurland von der Arbeitsgemeinschaft Locher / Gurland + Seher. Die ARGE und weitere Fachplaner beraten die Stiftung Gemeinschaftliche Kirchenpflege und den Förderverein – gemeinsam mit Prof. Dr. Roland Koenigsdorff von der Hochschule Biberach – im Prozess der Kirchensanierung.

 

Für das Gebäude selbst ist dieser Sanierungsprozess übrigens weit mehr als ein Wohlfühl-Projekt. „Aus gebäudeklimatischen Gründen kann der Erhalt des Gebäudes nur über den Einbau einer Temperierung funktionieren“, so die Vorstandsvorsitzenden der Stiftung. „Die Zieh-/Schluck-brunnenanlage steht außerdem voll und ganz im Sinne der Schöpfungswahrung und ist beispielgebend für nachhaltigen Denkmalschutz.“

 

Nichts Geringeres als „Ein Mantel für St. Martin“ war von Beginn an das Ziel des Fördervereins Bauhütte Simultaneum. An diesem Mantel werden sich, wie es nun aussieht, St. Martin und seine Gäste ab Herbst 2018 zuverlässig wärmen können.




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